Das Schwitzhüttenritual

Die Schwitzhütte war bei den Indianern Nordamerikas und auch bei vielen anderen Völkern der nördlichen Erdhalbkugel weit verbreitet und diente der Vorbereitung von Zeremonien, der Reinigung, der physischen Gesunderhaltung und zur Heilung von akuten Erkrankungen.

Den Bau der Schwitzhütte und das traditionelle Abhalten von Schwitzhüttenzeremonien haben uns unsere Lehrer Carlos Sauer und Dennis Banks beigebracht. Das Ritual wie wir es hier abhalten, entstammt also direkt der indigenen Tradition!

Die Schwitzhütte repräsentiert den Schoß der Mutter Erde. Sie ist ein Iglo-förmiges Holzgestell, das vor dem Ritual mit Baumwolldecken bedeckt wird. 

In der Schwitzhütte wird mit den 4 Elementen – Erde, Wasser, Feuer und Luft – gearbeitet. Das Ziel ist die Verwirklichung eines Herzensanliegens. Die Absicht während dem Ritual ist die Verwirklichung dieses Anliegens. Das geschieht mit Hilfe der Kraft der Gemeinschaft und den Spirits. 

Das Ritual wird in 4 Runden mit je ca. 10 glühenden Steinen abgehalten. Jede Runde ist einer der 4 Richtungen gewidmet. Die vom Feuer durchglühten Steine werden in der Mitte der Schwitzhütte in einer Erdvertiefung eingebracht und während des Rituals mit Wasser übergossen. Ähnlich einer Dampfsauna ergibt das ein heißes Milieu, das unsere Öffnung und Heilung begünstigt. Dabei sprechen wir Gebete, Singen und bitten die Spirits und Ahnen um Hilfe für die Verwirklichung unseres Anliegens. Nach den 4 Runden ist das Ritual im engeren Sinne zu Ende und wir treten durch das Tor ins Freie. Das ist unsere Geburt aus dem Schoss der Mutter  Erde in unser neues Dasein.

Das Ritual findet meistens gemischt,  mit Frauen und Männern, statt. Die TeilnehmerInnen sind zumindest mit Bikini und Badehose bekleidet, da wir hier der indianische Tradition folgen. Der Aufbau/Abbau der Decken, das gemeinsame Entfachen des Feuers und ein einfaches Essen,  sowie das Herrichten/Aufräumen des Platzes ist ebenfalls Teil der Zeremonie. Jede/r bringt etwas zum Essen mit. Das Mitgebrachte wird gemeinsam nach dem Ritual feierlich verzerrt.

Die Zeremonie startet um 10:00 und endet ca. um 19 Uhr nachdem wir alles wieder weggeräumt haben.

Was bringst du zum Ritual mit:

  • Essen zum gemeinsamen Verzehr nach dem Ritual
  • Bikini / Badehose
  • 2 Handtücher
  • Kraftgegenstände für den Altar
  • !! Ein Herzensanliegen !!

Die Rituale finden meist zu den markanten Jahreskreispunkten statt (z.B. Tag-Nacht-Gleiche oder Sommer- bzw. Wintersonnwende), da hier die Energie besonders stark ist und für die Verwirklichung des Anliegens genutzt werden kann. Es kann aber auch für viele andere Gelegenheiten oder im Rahmen größerer Feste abgehalten werden: Namensgebungszeremonie, Initiationen, Frauen/Männer-Kreise, Gemeinschaftsanliegen, Jahreskreisfeste, Einweihungen etc.
Meldet euch bei uns wenn ihr eine eigene Zeremonie haben wollt!

Der Kostenbeitrag beträgt € 50,- pro Person bzw. wird für Sonderanliegen gesondert vereinbart.